20.02.2019 02:50:19 | Katrin Schumann
zu zahlen, bei der Übernahme eines Tieres

Auch wir geben unsere Tiere mit einer Schutzgebühr an Privatpersonen. Manchmal werden jedoch Vorwürfe laut, dass man sich die Tiere auch "irgendwo anders besorgen könnte" und diese dort nichts kosten würden (bspw. Bauernhof). Dazu sei an der Stelle Wikipedia zitiert:

Wikipedia: "Die Schutzgebühr ist i. d. R. nicht kostendeckend. Sie ist eine Alternative zur kostenlosen Abgabe und verleiht dem ansonsten zu verschenkenden Kaufgegenstand einen gewissen Wert. Mit der Erhebung einer Schutzgebühr kann man sicherstellen, dass nur Personen, die ein tieferes Interesse an einer Sache haben, diese anfordern."

Unsere Schutzgebühren, werden für folgende Aufwendungen verwendet, die damit bei Weitem nicht gedeckt werden:

1. Tierarztkosten (bspw. impfen, kastrieren, sofern möglich chippen, Bluttests, Zahnbehandlung u.v.a.m.)
2. Fütterung (z.T. Spezialfutter)
3. Reinigungs- und Entsorgungskosten
4. Nebenkosten

Aufgefundene, ausgesetzte oder auch manche Abgabetiere, verursachen sehr hohe Kosten und wir können bestätigen, dass mit der Zahlung einer Schutzgebühr bei Weitem unsere Aufwendungen nicht gedeckt sind. Diese versuchen wir, über Spenden zu finanzieren, oft auch mit unsere privaten Eigenmitteln. Wir haben bspw. kein Fahrzeug und bestreiten alle Fahrten mit unseren privaten PKW:

- zum Tierarzt
- zur Leerung von Futterboxen
- zu Nachkontrollen
- Erledigung aller Einkäufe
- Sperrmüllentsorgungen etc.

Eine Diskussion über Schutzgebühren, die bei uns sehr human sind, wie immer wieder bestätigt wird, erübrigt sich also. Gut, dass dies selten vorkommt. Aber bei jeder einzelnen Diskussion wird uns das Gefühl vermittelt, dass wir den Leuten unerlaubt Geld aus der Tache ziehen und uns bereichern wollen. 

Am Beispiel der Katze auf dem Foto, kann man unser ehrenamtliches (!) und finanzielles (!) Engagement erahnen. Wer zweifelt, kann gern zu uns kommen, um zu helfen. Wir haben keine Geheimnisse. Diese Hilfe, ist an 365 Tagen im Jahr möglich. Die Tiere brauchen viel Hilfestellung, siehe Foto; auch viel Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit. Dem Kater auf dem Foto, geht es mittlerweile sehr gut. Im Übrigen, haben wir im Jahr 2018, fast ausschließlich derartig missachtete Tiere übernommen. Die Dauer des Aufenthaltes solcher Tiere in unserer Einrichtung, ist natürlich auch wesentlich länger als die eines gesunden Tieres (Betreuungskosten ...)
Wir würden uns freuen, wenn es keine Diskussionen mehr über das Thema Schutzgebühr geben würde.